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Montag, 17. Oktober 2016

Buchtrailer-Award "Die kleine Feder"


Der kleine Feder-Award zeichnet Buchtrailer aus, die durch Narration, Dramaturgie, Komposition und Umsetzung in Bild & Ton hervorstechen. Initiiert wurde der noch undotierte Preis von dem Literatur- und Medienblogger Jakob Welik. Er soll drei Mal im Jahr vergeben werden und sowohl Verlage als auch Autoren dazu animieren, sich mit dem Thema Buchtrailer und ihren Möglichkeiten für die Bewerbung eines Buches näher auseinander zu setzen. Wie also muss ein Buchtrailer gestaltet sein, damit er die Neugier des Lesers weckt. Anhand der teilnehmenden Videos und des Gewinners wird man dazu einiges erfahren.

Der erste Award, 'Die kleine Feder' Award 2016 findet gerade statt. Bis zum 30. September 2016 konnten Buchtrailer eingereicht werden. Es gab 16 Einsendungen von 11 Teilnehmern.
Diese 16 Trailer sind allesamt nominiert und können nun für den Award gewählt werden.

Dazu gibt es einmal eine FB-Page >>

und die Youtube-Seite >>

Von beiden Kanälen werden die Gefällt mir-Angaben zusammengezählt. Die Summe führt dann zum beliebtesten Buchtrailer im Herbst 2016.

weiter Infos findet man hier auf der Award-Seite.

Und natürlich möchte ich bei der Gelegenheit darauf aufmerksam machen, dass ich mit gleich drei Buchtrailern für den ersten Award vertreten bin und bitte an dieser Stelle fleißig um tremendously viele Likes!

>> Sunnie & Polli - Im Land der Monate, Joachim Sohn, papierverzierer Verlag

>> UMRAY - Artbook, Joachim Sohn (Hrsg), papierverzierer Verlag

>> Black Stiletto von Raymond Benson, Luzifer Verlag

--- Vielen Dank für Eure Stimmen! --- 

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Mittwoch, 6. April 2016

Meine INDAC Besprechung zu Disney's neuem Jungle Book

Über INDAC, der Community-Seite der deutschen Animationsszene konnte ich an der Pressevorführung von Disney's neuer Jungle Book Verfilmung teilnehmen.

Hier meine Eindrücke zu dem Film:


Disney’s The Jungle Book, Originalfassung, 3D
Erwartungen erfüllt.

Mit der Zeichentrickverfilmung von Rudyard Kiplings Dschungelbuch hatte Disney bereits Maßstäbe gesetzt, was die animierte Choreographie zwischen Figuren und Musik betraf. Disney ist animationstechnisch stets einen Schritt voraus. Zum einen, um die Konkurrenz, aber vor allem um das Publikum immer wieder erneut zu verblüffen. Dabei geht es stets darum, eine Geschichte so glaubwürdig und so emotional wie möglich zu erzählen, so, dass das Publikum einerseits nicht mehr feststellt, dass es sich um animierte Figuren handelt und andererseits umso erstaunter ist, wenn ihm gewahr wird, dass ihm diese Geschichte mit Animation erzählt wurde. Alles soll so realistisch wie möglich sein, so realistisch, dass selbst surreale Inszenierungen abgekauft werden. Zum Beispiel sprechende Tiere. Ein Animationsfilm hat meist nur dann einen Sinn, wenn man etwas zeigt, was man mit der Kamera real nicht aufnehmen kann. Und ein Animationsfilm ist genau dann perfekt, wenn dennoch alles so wirkt, als hätte man es mit der Kamera aufgenommen. Disney-Filme sind immer perfekt. Und um diese Perfektion zu erreichen, bedient sich Disney nicht vorhandener Techniken sondern erfindet diese neu. Das fing mit der Multiplankamera an und endet, wobei das sicher noch lange nicht das Ende ist, mit Software, die Fell so echt aussehen lässt, dass man keinen Unterschied mehr zum Original sieht. Wobei hier bei Disney auch gilt, nichts zu überzeichnen. Alles soll möglichst so real sein, dass es real wirkt. Sonst lässt man es lieber weg. Für die Neuverfilmung des Dschungelbuchs von Rudyard Kipling hat sich Favreau dazu entschlossen, bis auf den Jungen Mowgli alles mit dem Computer nachzubauen. Alles. Und wenn man das weiß und die ersten Bilder des Filmes im Dschungel sieht, weiß man, dass Disney einen weiteren Schritt der Perfektion erreicht hat.

Es war umwerfend. Bevor ich auf die klize-klitze-kleinen Dinge zu sprechen komme, kann ich es nur noch einmal wiederholen. Das was man in diesem Film zu sehen bekam, war graphisch einfach fantastisch. Die Pflanzen, die Tiere, das Wasser, die Felsen, der Dschungel, jeder einzelne Charakter war einfach faszinierend anzuschauen. Und wenn man sich die Credits und die Produktion anschaut, weiß man auch warum. Neben den stundenlangen klassischen Bewegungsstudien der Tiere, die jede Disneygeneration zu lernen hat, gab es auch eine gigantische Bibliothek an Bildmaterial, die zuvor aufwändig erstellt wurde, um so viel Referenzmaterial wie möglich zu haben, um einen indischen Dschungel und seine Vegetation nachbauen zu können. Und neben den großartig gebauten und animierten Figuren wie die Wölfe Raksha und Askela, der schwarze Panther Bagheera, der Tiger Shere Khan, die Python Kaa und der Bär Baloo, tauchten immer wieder in kleineren Szenen verschiedene andere Dschungeltiere auf, die die Szene auflockerten. Nicht als Sidekick wohlgemerkt. Es wurden diesmal keine nervigen Schneemänner hinzu erfunden, die dann klassischerweise wieder von Otto synchronisiert werden (nichts gegen Otto, aber den Scrat-Verschnitt aus der Eiskönigin hätte man sich wirklich sparen können). Nein, sie waren einfach nur da, um die zauberhafte Welt des Dschungels und ihrer Bewohner zu zeigen. Zum Beispiel ein ewig verwirrtes Stachelschwein, sehr lustige Springmäuse, vorwitzige Wildschweine und vieles mehr. Wobei ich gar nicht weiß, ob die tatsächlich alle so im indischen Dschungel vorkommen. Selbst ein Frosch hüpfte einmal ins Bild wie beim Dschungel-Camp und wischte sich die Tropfen von der Stirn. All diese Tiere waren so großartig nachgebaut und animiert, dass es eine wahre Freude war, ihnen zuzuschauen. Sehr imposant war im Übrigen auch der Auftritt der Elefanten.

Eine der großen Herausforderung war die Interaktion des Jungen mit der 3D Welt. Damit er überhaupt interagieren konnte, wurde für ihn alles, was für seine Szenen notwendig war im Studio nachgebaut. Es gab nur sehr wenige Stellen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass das nicht hundertprozentig funktionierte.

Und es gab generell nur sehr wenig, was es zu beanstanden gäbe. Dennoch seien diese Punkte hier natürlich erwähnt. Wer das nicht wissen will, sollte spätestens jetzt die Seite wechseln.


Animation

Selbst wenn man noch so viele Tiere und ihre Bewegungen, ihre Verhalten und ihre „Fellanimation“ am lebenden Objekt studiert, man wird sie niemals menschliche Laute artikulieren sehen. Ich meine jetzt nicht die, die zufällig entstehen könnten und unseren Vokalen und einigen wenigen Lippenlauten ähneln. Nein, ich meine zusammenhängende Sätze. Bei Zeichentrickfiguren ist das natürlich kein Problem, aber bei dem Anspruch, Tiere real sprechend zu animieren ist das schon eine Herausforderung. Und die ist bis auf wenige Ausnahmen gelungen. Herausragend hierbei Balu, Shere Kahn und King Louie. Bei Bagheera hatte ich manchmal etwas Schwierigkeiten. Die gesamte Mundpartie wirkte stellenweise unrealistisch. Oder besser, nicht so, wie man es sich vielleicht bei einem Panther vorstellt. In kurzen Momenten musste ich eher an einen Schimpansen denken. Leichte Probleme hatte ich auch mit den Wölfen. Raksha war großartig animiert, zum Verlieben. Akelas zusammengekniffene Augen habe ich nicht so abgenommen. Offensichtlich ist es schwierig, einen Hund / Wolf sprechen zu lassen, vielleicht, weil sie uns so vertraut sind. Dann sieht man eher, wenn es nicht so richtig funktioniert. Das ist mir auch bei den Rakshas Jungen aufgefallen. Und nicht nur beim Sprechen. Auch das Laufen wirkte auf mich nicht so, wie ich es von echten Hunden kannte. Das bezieht sich aber auch auf die anderen Raubtiere und ist ein Phänomen, das mir schon häufiger aufgefallen ist. Das Abknicken der Einzelnen Partien von Vorder- und Hinterläufen, vor allem bei den Hinterläufen fällt mir das auf, mag anatomisch korrekt sein und dennoch sieht die Bewegung der Gelenke irgendwie falsch aus. Minimal. Aber was da genau nicht stimmt, hab ich noch nicht rausgefunden. Ich meine aber, es liegt daran, dass die Tiere zu weit nach unten gehen und sich dadurch die Gelenke zu weit nach außen drücken, so als wären sie zu lang. Das wirkt auf mich unnatürlich.
Und eines hat mich noch überrascht: In einer Szene, in der es heftig regnet, sieht man weder bei den Wölfen noch bei Mowgli, wie die Regentropfen auf ihren Körpern auftreffen! Es sieht aus, als ständen sie hinter dem Regen.


Story (Achtung Spoilerwarnung)

Obwohl die Disneys viel Wert auf das Storytelling legt, werden sie oft gerade für die Story und vor allem im Vergleich zu ihrer immer wieder herausragenden und innovativen Tricktechnik kritisiert. Und auch ich habe einige Kritikpunkte.
Vorab möchte ich aber noch auf eine Szene eingehen, bei der ich etwas mehr von Disney erwartet hätte: Shere Kahns erster Auftritt. Nicht, dass er nicht imposant war. Es ist eher eine Kleinigkeit, die mir aufgefallen ist bzw. die ich vermisst habe. Zum einen sieht man kein Gewicht in seinen Sprüngen, wenn er mit den Pfoten auf den jeweiligen Felsvorsprüngen aufkommt, was mich für Disney wirklich erstaunt hat. Das ist mir in der Tat aber nur in dieser Szene aufgefallen. Und zum anderen wäre es sicher keine Schwierigkeit gewesen, als er am Ufer des Peace Rock zum Stehen kommt, ihn zum Schluss noch einen Schritt ins Wasser zu machen zu lassen, um ihn stärker mit der Umgebung zu verbinden. Eine kleine Welle hätte schon genügt. Und es wäre wieder mal so kleiner Gag gewesen, der das disneyaffine Publikum erfreut hätte. Er läuft eine Weile am Ufer entlang und es wirkt, als gehörten Ufer und Wasser nicht zusammen, bzw als wäre Shere Khan auf dem Ufer vom Wasser getrennt wie auf einer Bühne, die beide Elemente optisch trennt. Man wartet förmlich darauf, dass er das Wasser berührt und will sich endlich über die geistreichen Animatoren freuen. Aber es passiert nicht.

Aber das nur am Rande. Wichtiger sind die Fragen und Anmerkungen, die ich für die Storyteller hätte:
  1. Also gut. Mowgli bekommt mit, dass sein Wolfsrudel sich unterhält. Er vermutet, über ihn und seine Zukunft im Rudel, nachdem Shere Kahn eindeutig gedroht hat, keinen Menschen im Dschungel zu dulden. Mowgli beobachtet das Rudel eine Weile, steht auf, geht hin und sagt. „Ich verlasse das Rudel.“ Ich weiß nicht, wie alt er ist, aber er sieht aus wie 8. Er ist bei dem Rudel aufgewachsen. Ich weiß nicht, ob ich mit 8, wenn meine Familie wegen mir bedroht worden wäre solange ich mich in der Stadt aufhalte, auf den Entschluss gekommen wäre, die Familie zu verlassen. Dann bekomme ich einen traurigen Abschiedskuss von Mama und schon wandere ich wohlgemut mit meinem Onkel Bagheera los. Und wenn der dann sagt, du musst in den Nachbarort, dann frag ich, warum? Ich will doch bei dir hier in der Stadt bleiben. What? Wolltest du nicht gerade für deine Eltern die Stadt verlassen? Aber unabhängig davon, hofft man nicht viel eher, dass man bei seiner Familie bleiben kann und dass sie einem gegen das Böse hilft? Als Achtjähriger?
  2. Natürlich werden Mowgli und Bagheera von dem Tiger verfolgt. Bagheera läuft zuvor mit dem Jungen durch eine Gnuherde und kein Gnu interessiert es, dass da eine Raubkatze ist. Weil sie ihn kennen und wissen, dass er keinem Gnu was zu Leide tut? In der Folge jedenfalls werden die beiden von Shere Khan gestellt und Mowgli gelingt es mit der Gnu-Herde zu flüchten. Die läuft zum Schluss auf ein kilometerweites freies Feld hinaus, das von einigen flachen Wasseradern durchsetzt ist. Dann aber kämpfen sich die Gnus in der nächsten Szene einen schmalen Pfad an einem Berg entlang, der auf einer Seite in eine tiefe Schlucht führt. Warum? Klar, Mowgli soll eine Weile unterwegs sein, durch unwegsames Gelände, bis er irgendwann zu Baloo kommt, an einem anderen Ende des Dschungels. Aber warum bleibt die Gnu-Herde nicht in dem flachen Gelände, in dem es unendlich viel Gras und Wasser gibt. Und wenn sie schon weiterzieht, warum dann nicht am Boden bleiben, sondern irgendwelche schlammigen Gebirge hochkraxeln. Das macht doch kein Gnu. Ich würde es jedenfalls nicht machen, wenn ich Gnu wäre. Mowgli wäre sicher auch so irgendwann bei Baloo angekommen. Oder nicht?
  3. Bevor Mowgli auf Baloo trifft und nachdem er nach der langen beschwerlichen Reise mit den Gnus in einem entfernten Dschungelgebiet angekommen ist, pflückt er sich ein paar Beeren von einem Baum. Plötzlich taucht eine Fuchsart auf und jault ihn in seiner Sprache an. Genau, in seiner Sprache. Nicht in menschlicher Sprache, wie alle anderen Tiere bisher, bzw. in ihrer Sprache, die Mowgli versteht. Wäre ja jetzt nicht ungewöhnlich, wenn das für alle Tierarten gilt, die er nicht aus seiner unmittelbaren Umgebung kennt. Aber so ist es nicht. Kaa zum Beispiel oder auch der Affe King Louie können sich mit ihm unterhalten. Alle anderen Affen in King Louie Palast übrigens nicht, so kreischen nur wie Affen. Was ist das Konzept dahinter?
  4. Ich kann mich nicht mehr genau an die Trickfilmversion erinnern, aber ich meine, Kaa hatte da eine wesentlich größere Rolle. Hier taucht sie nur für eine Szene auf. Faszinierend, aber leider etwas zu kurz. Ich hätte ihr auch in dieser Version eine größere Rolle gewünscht.
  5.  Nachdem Baloo verstanden hat, dass es für Mowgli zu gefährlich ist, im Dschungel zu bleiben, solange Shere Khan hinter ihm her ist, verspricht er Bagheera, den Jungen davon zu überzeugen, doch zu den Menschen zu gehen. Aber er tut das, indem er ihm sagt, dass er ihn nicht mehr braucht und eigentlich nie sein Freund gewesen sei. Warum? Was wäre daran schwierig gewesen, ihm zu sagen, dass es auch aus seiner Sicht für ihn das Beste sei, den Dschungel zu verlassen und dass er eingesehen hat, das Bagheera recht hatte. Mowgli wäre vielleicht geknickt gewesen, obwohl er (komischerweise) genau deswegen sein Rudel verlassen hatte. Aber sowohl gegen seinen Lehrmeister Bagheera noch gegen den lustigen Onkel Baloo hätte er doch jemals etwas einwenden können. Natürlich wäre er mitgegangen. Aber die Dramaturgie schrieb was anderes vor. Schließlich musste er ja trotzig und alleine auf einem Ast sitzen, damit ihn die Affenbande klauen konnte. Hm. Hätte man sicher auch anders hinbekommen.
  6. Wirklich merkwürdig war aber das: Ein schlimmes Ereignis, das von Shere Kahn herbeigführt wurde, um Mowgli zurück nach Hause zu locken, damit er ihn töten kann – mir kam das übrigens recht naiv vor, sich darauf zu verlassen, dass der Junge tatsächlich 1. irgendwann davon erfährt (Shere Kahn hatte ja keine Ahnung, wo der Junge mittlerweile war) und 2., ob er dann deswegen auch wirklich zurückkommt. Aber gut, die Dramaturgie verlangt nunmal, dass er sich dem Bösewicht stellt – führt also dazu, dass Mowgli zurückeilt. Nachdem er zuvor über Tage unterwegs war, um bis in King Louie Reich, wahrscheinlich im Norden zu kommen, rennt er in wenigen Minuten zurück zu seinem Wolfsrudel. Wie geht das?
  7. Zuletzt noch eine Sache. Im Endkampf zwischen Shere Khan, Bagheera, Baloo und den Wölfen will auch Mowgli mit eingreifen. Doch Bagheera hält ihn zurück. Er habe nicht die Waffen eines Wolfes. Wenn, dann solle er mit den Waffen (damit sind seine menschlichen Werkzeuge, die hier Tricks genannt werden gemeint) eines Menschen kämpfen. Daraufhin eilt Mowgli in den Dschungel. Als er dort ankommt, entdeckt er etwas, womit er den Tiger besiegen kann und beginnt, diesen ‚Trick‘ im Dschungel zu bauen. Aber warum ist er überhaupt erst in den Dschungel gerannt? Weil er hoffte, da irgendwas zu finden, was ihm helfen könnte? Das wird nicht erzählt.

Abschließend kann man also zum Storytelling sagen, dass offenbar aufgrund der ursprünglichen Buchversion und der Trickfilmadaption bestimmte Stationen vorhanden sein mussten, damit alles erzählt wird, was zum Dschungelbuch gehört. Aber die Wege, die zu diesen Stationen führen, wirken oftmals unmotiviert. Dabei hätten vielleicht ein paar weitere Einstellungen genügt, um die jeweiligen Entscheidungen zu zeigen, die die Geschichte warum zum bekannten Ende führen sollen.
  
Abspann und Soundtrack
Das war noch mal ein großartiges Highlight. Wie man es kennt von Disney-Filmen, haben sich die Macher und Animatoren hierfür wieder etwas ganz Besonderes ausgedacht. Zu King Louie Titel „I Wanna Be Like You“ in der Originalkomposition sieht man auf aufgeklappten Buchseiten des Jungle Book kleine animierte Szenen aus dem Film mit überraschten Charakteren. Sehr lustig und brillant gemacht. Dann folgt noch ein Song von der Kaa-Sprecherin Scarlett Johansson. Der Song hätte auch gut zu einem James Bond Film gepasst. Dementsprechend laufen im Hintergrund Animationen im Sechziger Jahre Stil. Der Titel selbst kommt im Film nicht vor und ist somit nur auf dem Soundtrack erhalten. Ein toller Song. Der wird dann noch getoppt von einer sehr jazzigen, coolen und prima gesungenen „Bare Necessity“-Version von Bill Murray (Balloos Sprecher). Der Titel selbst wird auch im Film gespielt, allerdings dort im Duett mit Mowgli und Baloo. Insgesamt hat mir der Soundtrack sehr gut gefallen und ich fand es auch gut, wie dezent die bekannten Songs „Bare Necessities“ und „I Wanna Be Like You“ in die realistischen Szenen eingesetzt wurden. Der Kauf des Soundtracks lohnt sich auf jeden Fall.

Zum Vorspann kann man noch sagen, dass sich auch hier Disney wieder etwas hat einfallen lassen. Nachdem in den letzten 3D-Animationsfilmen der Jingle mit dem Schloss-Neuschwanstein-Logo auch und spektakulär in 3D umgesetzt wurde, überrascht Disney diesmal mit einer 2D-Bühnen-Version, die dann mit einer Rückwärtsfahrt in den ‚realistischen‘ Dschungel führt, um die erste Szene zu eröffnen. Fein.

Zu erwähnen wäre noch, dass sich Disney zusätzlich für die Tricktechnik und das Compositing Digital Domain und WETA mit ins Boot geholt hat. Immer wieder faszinierend zu sehen, wieviele Menschen an der Realisierung dieses Films mitgearbeitet haben.




Trotz der vielleicht für manchen zu harsch erscheinenden Worte möchte ich noch mal betonen, dass das wirklich Kritik auf höchsten Niveau ist. Wenn es nicht von Disney wäre, wäre ich wahrscheinlich vor Erstaunen in Ohnmacht gefallen. Aber gerade weil es Disney ist, darf man auch ein bisschen Haarspalterei betreiben. 

Also alles in allem ein wirklich großartiges Kinoerlebnis.

Die Kritik ist auch hier auf der INDAC-Seite nachzulesen.

zuletzt noch ein kleiner "Scene-Behind"-Leckerbissen 

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Samstag, 13. Juni 2015

The Art of Ria - A comprehensive Comic Artbook @Kickstarter

Zu den RIA-Bänden aus den Produktionsstätten von Atelier Kiecker soll nun ein feines Artbook erstellt werden, das das Production-Design und Concept Art von den am Projekt beteiligten Künstlern in den verschiedenen Produktionsstufen zeigt. Ein Augenschmaus für jeden Comic-, Trickfilm- und Art-of-Books Liebhaber.

Atelier Kiecker zeichnet sich durch seine besondere Herangehensweise an Comic-Projekte aus. Wie bei einer Trickfilmproduktion steht ein ganzes Team von Künstlern aus den unterschiedlichsten Bereichen bereit, Storytelling, Storyboard, Layout, Background Artists, Character und Set-Designer, Coloristen und Szenaristen, um ein perfekt aufeinander abgestimmtes Comic-Universum zu erschaffen.

The Art of Ria zeigt einen Ausschnitt aus einer nunmehr 5-jährigen Schaffensperiode. Atelier Kiecker hat hierzu ein Kickstarter-Kampagne gelauncht, die man auf jeden Fall unterstützen sollte. Ein besondere Leckerbissen für ein außergewöhnliches Comic-Projekt aus deutschen Landen. Derzeit ensteht Band 3 und RIAs Geschichte hat gerade erst begonnen...





Mehr über Atelier Kiecker >>

Das Artbook-Projekt >>

Atelier Kiecker auf Facebook >>

Rezension zu RIA Band 1 >>


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Donnerstag, 9. April 2015

Rezensenten aufgepasst!


Die Meisterdetektive sind sehr gespannt darauf, was ihr zu ihrem Fairytale-Fantasy-Werk sagt.

Daher rufen sie euch dazu auf, eine Rezension zu schreiben, zu bloggen oder zu vloggen. Natürlich für den guten Zweck!

Wir suchen 100 Blogger & Vlogger, die eine Rezension zu »Sunnie & Polli – Im Land der Monate« auf Amazon und ihrem Blog oder YT-Kanal veröffentlichen. Für jeden, der sich dazu bereit erklärt, stellen wir ein Reziexemplar im Format seiner Wahl (Amazon-Kindle-E-Book / epub-E-Book / gedrucktes Buch) zur Verfügung.

100 Rezis für den guten Zweck!

Da der Verlag für jedes verkaufte Buch einen Euro an die Streunerhilfe in Rumänien spendet, gilt auch bei der Blogger-Aktion: Für jede Rezension geht 1 Euro an die rumänische Streunerhilfe. Weitersagen lohnt sich!

Alles über die 1-Euro-für-Streuner-Aktion.


Bewerbt euch bis zum 22. 04. hier!


oder bei der Buchverlosung auf lovelybooks!


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Samstag, 1. November 2014

Rezension zu RUNENZEIT IV – LEGION DER DONNERGÖTTER von Mark Bredemeyer

ZURÜCK IN DIE VERGANGENHEIT

Ich war wieder da! Endlich! Nachdem ich bald 3 Jahre warten musste, wurde ich (vielleicht pünktlich zur Tag- und Nachtgleiche) wieder ins Jahr 9 n. Chr. katapuliert. Dank Mark Bredemeyer und seinem 4. Teil der Runenzeit. Diesmal mit dem Untertitel „Legion der Donnergötter“. Und es donnert gewaltig.
Es war toll, endlich wieder da zu sein. Sofort habe ich alle liebgewonnenen Charaktere wieder getroffen: den Protagonisten Witandi, seine Frau Frilike und ihren gemeinsamen Sohn Ingimodi, seine Ex-Freundin Julia, Ingimer, Ingimundi, Segimer, Segestes und viele andere - sie hatten sich kaum verändert - und sofort war ich wieder mitten unter ihnen, so als hätte es die drei Jahre Wartezeit nie gegeben: die Wälder, der Duft nach Erde und Feuer, der Nebel, die Kälte bis auf die Knochen, die Menschen, die Sprache, alles war sofort wieder da, auch wenn Mark wie im ersten Teil zunächst die Jetztzeit spielen lässt. Denn aus dieser schicken die Hagedisen drei Kampfer an die Seite von Arminius, um ihn vor dem geschichtlich festgelegten Tod zu schützen. Obwohl das eigentlich nicht möglich ist.

So vorsichtig, wie sich Witandi in die Welt der Germanen eingefunden hat - so sehr, dass er sie nicht mehr verlassen möchte - so brachial und angewidert treten die drei Kämpfer an der Seite Arminius auf, bis an die Zähne bewaffnet und in mitten von Arminius Vorbereitungen auf die bevorstehende „Varusschlacht“. Leon (Witandi) steht von diesem Moment an nicht nur zwischen dem Gefühl der Pflichterfüllung seinem Vater gegenüber, ihn im Kampf gegen die von Varus angeführten Römer unterstützen zu müssen und dem Wunsch, wieder an der Seite von Frilike und Ingimodi zu sein sondern muss nun, nach dem unsensiblen Auftreten der „Hagelianer“ dafür sorgen, dass sie durch ihr Verhalten nicht noch alle Stämme gegeneinander aufbringen, statt gegen den gemeinsamen Feind zu kämpfen. Ob und wie er das schafft, und dass er dabei nicht immer die beste Figur abgibt ist wie gewohnt spannend und stilistisch sicher erzählt.

Wie in den vorigen Teilen hat mir dabei die Ich-Perspektive, also die Erzählung aus Witandis Sicht am besten gefallen. Aber nicht nur hier, insgesamt erkennt man hinter dem Text die aufwändige Recherchearbeit, Spaziergänge vor Ort und eine Menge Einfühlungsvermögen. Ich bin gestern bei Kälte und Regen durch den Taunus gefahren und musste dabei ständig an die armen Germanen und Römer denken, die sich in diesen unwirtlichen Wäldern des Jahres 9 bei miesestem Wetter gegenüber stehen mussten, und das über Wochen und Monate. Allein bei der Vorstellung bekommt man schon eine Erkältung.
Gut gefällt mir auch, dass Witandi als Mensch wie du und ich beschrieben wird, mit seinen Schwächen und Wünschen, die mir nicht immer sympathisch sind. Manchmal möchte ich ihm eine scheuern, z. B. wenn ich daran denke wie er mit Julia umgeht, oder dass ihm Armins Anerkennung bald wichtiger ist als seine Familie. Das konnte ich kaum nachvollziehen. Ich hätte an seiner Stelle den Hornochsen stehen lassen. Aber er ist halt kein Held sondern wäre nur gern einer. Und zu all dem hat er mit dem Unfug den er anstellt auch noch Glück. Komischerweise halte ich trotzdem zu ihm. Ich denke, da steckt eine Menge Mark Bredemeyer drin. Und das kann ich gut nachvollziehen. Witandis Sicht ist, so nehme ich an, aus der Vorstellung geboren, was man selbst machen würde, wenn man plötzlich und mittellos 2000 Jahre in die Vergangenheit gerät.

Während uns Mark in den ersten drei Teilen noch auf eine große Reise durch das alte Germanien und seine Stämme, Stätten und Städte mitgenommen hat, findet die Haupthandlung diesmal im Teutoburger Wald statt. Es gibt keinen klassischen Spannungsbogen, der einen  Höhepunkt am Ende des zweiten Aktes hat, um dann im dritten aufgelöst zu werden, denn es wird eben ‚nur‘ die Varus-Schlacht erzählt, dessen Ausgang bekannt ist. Das ist aber nicht schlimm, da dieser Plot einem Historienroman nahe kommt, der auch nicht zwingend spannend sein muss, sondern von der erzählerischen Dichte und Atmosphäre lebt und den Leser damit schon zur Genüge im Zaum hält. Spannend sind jedoch immer wieder Witandis kleine Exkursionen, und davon gibt es bei diesem eigensinnigen Starrkopf eine Menge.

Wenn man also in Teil IV den klassischen Spannungsbogen vermisst, dann ist es neben dem bereits genannten auch offensichtlich der Tatsache geschuldet, dass sich die Geschichte über die noch kommenden Teile V und VI zieht und somit eine sehr großzügig angelegte ist: drei Akte verteilt auf drei Teile. Der erste Höhepunkt findet nämlich erst am Ende von Teil IV statt, um dann den zweiten Akt in Teil V vorzubereiten; Stichwort Marbod. Die Idee ist einfach so großartig, dass ich Teil V kaum abwarten kann. Marbod zu einem gläubigen Christen zu machen, der Jesus begegnen will, da hat sich Bredemeyer was vorgenommen und ich bin gespannt, wie er sich aus dieser Misere zieht. 

Dieser so nebenbei eingeführte Handlungsstrang um Marbod wird sich noch, so sind meine Erwartungen, zu einem großartigen Plot ausspinnen, der Witandi in den nächsten Bänden beschäftigen wird. Den Showdown in Teil VI will ich mir gar nicht erst vorstellen. Da kann ich nur sagen: WARTET AUF MICH IN RUNENZEIT V!!!


RUNENZEIT IV - Legion der Donnergötter
Editia verlag (31. Oktober 2014)
der Editia Verlag ist ein Imprint des Dresdner Buchverlages
ISBN-13: 978-3943450286

auf Amazon >>
der Autor bei Editia >>
Autorenhomepage >>




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Samstag, 8. Februar 2014

Crowdfundingprojekt von Gedankenwildwuchs

Das Verlags- und Literaturprojekt GEDANKENWILDWUCHS hat auf startnext ein außergewöhnliches Crowdfunding gestartet: 10 Autoren - 10 Bücher - 1 Ziel




Aus der Beschreibung:

Wir sind zehn Autoren und zwei Verlage aus dem Ruhrgebiet, die ein neuartiges Projekt auf die Beine stellen. Dabei haben Sie, liebe Unterstützer, die Möglichkeit, Ihren Favoriten zu wählen, den Sie auf der eigens dafür installierten Seite www.gedankenwildwuchs.de auswählen können.
Bei der Realisierung des Projektes wird einer der teilnehmenden Autoren veröffentlicht. Die Veröffentlichung erscheint als ebook und in gedruckter Form.
Gleichzeitig ist es ein Wettbewerb: der Autor, der bei Erreichen der Zielsumme am meisten unterstützt wurde, erhält den Zuschlag.

Lektorin, Illustrator und Buchsetzer sitzen bereits in den Startlöchern.



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Exotische Welten

Der junge Verlag O'Connell Press veröffentlicht im Frühjahr 2014 seine erste Anthologie: 'Exotische Welten'
Cover-Illustration: Timo Kümmel
Von 156 Einsendungen zu der Anthologie-Ausschreibung vom Herbst letzten Jahres - Einsendeschluß war der 31.12.2013 - wurden 25 Autoren ausgewählt, die es in die Veröffentlichung geschafft haben. Darunter bekannte Namen wie Ju Honisch (Feder&Schwert), Karsten Kruschel (Wurdack-Verlag), Stefan Holzhauer (Herausgeber der Steampunk-Chroniken), ach und viele weitere wie Thorsten Exter, Carolin Hafen, Jörg Karweick, Anja Bagus, Carsten Steebergen und natürlich die Herausgeber und Viel- und Gutschreiberlinge Susanne und Sean O'Connell und noch viele mehr ... ach folgt doch diesem Link --> EXOTISCHE WELTEN und seht einfach selbst!

Ach so, das wichtigste hätte ich beinahe vergessen: ich stehe auch auf der Liste! Titel meiner Kurzgeschichte: "Die Elochanten" :)


Donnerstag, 24. Oktober 2013

Königliche Republik - von Annemarie Nikolaus

Man sollte es ja tunlichst vermeiden, wenn man ein Buch beginnt, als erstes die letzte Seite aufzuschlagen. In diesem Fall wäre es sehr hilfreich gewesen. Denn dort befindet sich ein Link zu Annemarie Nikolaus' Blog. Die Autorin nennt ihn Annes-Werke und Werkstatt-Blog und auf dieser Seite befinden sich eine Reihe Informationen zu den geschichtlichen und kulturellen Hintergründen der Personen in diesem Roman. Vielleicht wären mir dann einige Handlungen klar geworden. Für eine lange Weile blieben für mich die Motivationen und Reaktionen der einzelnen Personen stattdessen im Dunkeln.

Zunächst war ich aber damit beschäftigt, für mich einen passenden Leseduktus zu finden. Nach den ersten 15 Seiten hatte ich mich darauf eingestellt, dass ich die Geschichte aus der Sicht des 15-jährigen Mädchens Mirella erzählt bekomme. Da ist diese große Welt und die spannende Liebe und da ist der große Bruder Dario, der was im Schilde führt - allerdings erfährt man nicht was, solange Mirella nicht dabei ist.
Dann versuchte ich mich auf die Sprache der alten Sissi-Filme einzulassen, was mir auch eine Weile gelang. Die kleine Mirella ist sehr quirlig und aufgeweckt, steckt voller Leidenschaft und Neugierde und weiß Freund und Feind um den Finger zu wickeln. Schon bald konnte ich die Figuren so mit der vertrauten Sprachmelodie alter Heimatfilme sprechen hören.
Mehr und mehr entpuppte sich Mirella aber zu einer Art Pipi Langstrumpf, die alles kann in einer Welt von Erwachsenen, die wiederum nichts können und keine Ahnung haben. So ist es nach etwa der Hälfte des Romans nicht der Vater, der zum Dogen geht, um seinen Sohn aus dem Gefängnis zu holen, nein, das macht die pfiffige Mirella ganz allein.

Doch zuvor bietet sie sich ihrem Bruder als Boten für seine heimliche Korrespondenz mit irgendjemandem an, was der zunächst vehement ablehnt, dann aber doch bedenkenlos akzeptiert. So beginnt sie, sich für die politischen Dinge in ihrer Heimat zu interessieren. Fürchterlich viel versteht sie davon noch nicht, so dass man, da es keine Szene ohne Mirella gibt, durch die der auktoriale Erzähler dem Leser die Möglichkeit für Erklärungen und Orientierung hätte geben können, stets selbst nur auf ihrem Wissensniveau bleibt. Damit sie aber zum Erstaunen ihrer Zuhörer und Gesprächspartner als kluges und politisch gebildetes Mädchen daher kommt, wissen die anderen noch weniger als sie. Der Vater weiß eigentlich gar nichts und kümmert sich auch nicht darum, Mirella muss ihm alles sagen, so wie die schlaue Pippi eben. Und die Mutter verbietet politische Gespräche am Tisch, was mit der Zeit zu einem Running Gag wird. Mit diesem literarischen Schachzug vermeidet man aber auch, irgendwelche Erklärungen abgeben zu müssen. Die gibt es ja schließlich schon in Annes Werkstatt.

Irgendwann aber entwickeln sich die Figuren, ein wenig. Pippi Langstrumpf passte nicht mehr überall, so dass ich den Erzählstil von da an einfach geschehen ließ. Ich hatte mich zwischenzeitlich daran gewöhnt. Einzig die Schreib- und Tippfehler oder unvollendete Korrekturen ärgerten mich noch hin und wieder.
Doch zurück zur Geschichte. Die Mirella ist also ein vorwitziges Ding. Ihre Hauptinteressen neben der Politik,  sind der Tanz und die Bälle im Dogenpalast, zu dem die reiche Patrizierfamilie der 15-jährigen jederzeit Zugang haben, außer dem Vater, deswegen muss Mirella Langstrumpf die Verhandlungen mit dem Dogen führen. Aber das hatte ich schon erwähnt. Die bürgerliche Patriziertochter  kommt auch regelmäßig in den Dogenpalast, um dort Billard zu spielen. Sie darf dort ein- und ausgehen, weil sie ja Scandores Tochter ist, den Bruder aber muss sie unter einem Vorwand einschleusen, weil er ja nur ein Bürgerlicher ist. Dass sie eine Patriziertochter ist und eben doch keine Pipi Langstrumpf, die ja stets auf der Seite der Schwächeren stand, merkt man aber doch daran, wie sie mit dem Hausmädchen Gina umgeht. Wenn Mirella kommt, muss alles andere stehen und liegen bleiben.

Nun da Mirella also ein bisschen was von Politik versteht, gefallen ihr diese Unruhen gar nicht. Es gibt deswegen nur noch Kohl. Dabei will sie endlich mal wieder einen Gänsebraten. Zum Glück überlässt ihr Albert de Grignoire, ein Chevalier aus dem Gefolge des Dogen, eine Gans und man darf miterleben, wie ihr das Genick gebrochen wird.
Mariella mag generell Tiere nicht so gern. Ratten natürlich auf keinen Fall, aber selbst Katzen sind beißende und kratzende Viecher, die man vertreiben sollte. Aber es wäre ungerecht, nicht zu erwähnen, dass Mirella in einer Szene den Katzen vom Hof etwas zu essen hinstellt. Ja, auch ein historischer Roman kann ein modernes Sendungsbewusstsein in sich tragen.

Dafür aber liebt Mirella eben den Tanz. Und wie sehr sie den Tanz liebt und wie sehr sie für ihren Tanz auf den Bällen von den Umherstehenden bewundert und überall wieder erkannt wird, erkennt man an dieser ausführlich erzählten Szene:
Nach zwei artigen Schreittänzen winkte Maestro Giovanni Trabaci die Flöten und das Tambour zu sich. Das Orchester begann eine Tammuriata zu spielen.
Mirella warf sich Dario mit einer übermütigen Drehung in die Arme: Das war ihr Tanz. Nach kaum einer Minute wichen die anderen Paare eines nach dem anderen an den Rand des Ballsaals zurück. Dario ließ Mirella los und überließ ihr alleine die Tanzfläche. Sie reckte den Kopf noch höher, raffte ihre Röcke bis über die Knöchel und gab dem Kapellmeister einen Wink. Maestro Trabaci nickte mit einem breiten Grinsen und ließ ein wenig schneller spielen. Die ersten Locken rutschten aus Mirellas kunstvoll hochgesteckter Frisur auf ihre Schultern und eine silberne Haarnadel fiel leise klirrend auf den Marmorboden.
Dann war der Tanz zu Ende. Mirellas lachte vergnügt und drehte sich noch einmal. Ihre Wangen hatten sich erhitzt, aber ihr Atem ging gleichmäßig wie zuvor.

Jedenfalls ist Dario immer wieder zu irgendwelchen geheimen Treffen verschwunden, von denen man nichts erfährt. Den Vater interessiert das nicht sonderlich, aber Mirella macht sich fürchterliche Sorgen, weil dadurch die Hochzeit zwischen ihrem Bruder und ihrer besten Freundin Stefania platzen könnte. Außerdem soll Dario Verantwortung übernehmen, denn schließlich ist Stefania schwanger. Das weiß zwar nur Mirella, aber eigentlich wissen's doch alle, besonders die Mutter. Die macht im Übrigen die größte Entwicklung durch, denn zum Schluss weiß sie alles, was auch die auktoriale Erzählerin weiß, wie auch alle anderen Figuren in der Schlussszene.
Dario ist jedenfalls der Bösewicht, denn nachdem er verraten wurde, weil er woanders lang ritt als sonst, schwört er Rache. Er will seine Eltern und die Eltern seiner Verlobten und Mirella und alle sonstigen Besucher der Ostermesse in der Kirche in die Luft sprengen. Zum Glück hat Mirella vorher schon alles herausbekommen. Aber was danach passiert, will ich noch nicht verraten.            

Mirella ist fürchterlich verliebt in den jungen und hübschen Alexandre, der immer zur rechten Zeit da ist, aber eigentlich nichts von ihr wissen will. Dennoch lässt sie sich von ihm retten, als sie nach dem vereitelten Anschlag in einer Taverne verschwindet, um den Leuten dort zu sagen, was sie alles weiß. Erst wissen die Leute gar nicht, wer sie ist,  aber dann wissen sie es doch und nehmen sie gefangen.
Ihre Eltern lassen gleich nach ihr suchen. Doch Christina, die mit der Patrizierfamilie nichts zu tun hat, weiß sofort wo Mirella zu finden ist und schickt Alexandre, weil der glücklicherweise überall ist, wo man ihn braucht, um sie zu retten. Mirella fragt Alexandre, ob er sie zu seiner Hochzeit in Frankreich einlädt, nachdem sie erfährt, dass die Franzosen Neapel wieder verlassen wollen.

Und dass die Franzosen überhaupt in Neapel waren kam so:
Neapel wird ja von Spanien regiert, aber das Volk ist unzufrieden mit der Gabelle, deswegen zünden sie das Tuchlager von Mirellas Familie, den Scandores an, weswegen Dario diese heimlichen Sachen macht (wie man mittlerweile weiß, plant er den Anschlag auf seine Eltern, Mirella und alle anderen außer Stefania). Dann kommen die Franzosen und ihr Anführer De Guise wird zum Dogen ernannt.  Das stört die Spanier aber zunächst nicht weiter. Denn erst mal gibt es einen Ball und Mirella weiß nicht, was sie anziehen soll. Außerdem hat Mirella während der offiziellen Ernennung De Guise zum Dogen Alexandre zum ersten Mal gesehen.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich es zum einen schade finde, dass man die Geschichte ausschließlich aus Mirellas Sicht erlebt. Die auktoriale Erzählweise bietet es ja an, auch in die Geschichten der anderen Figuren einzusteigen. Ich wäre zu gern mal bei einem von Darios Geheimtreffen dabei gewesen oder hätte den dubiosen Strippenzieher Annese besser kennen gelernt oder etwas von den Kämpfen zwischen den Spaniern und Franzosen mitbekommen. Stattdessen erfährt man das alles nur aus zweiter Hand bzw. durch Mirellas Mund und durch das entfernte Donnern der Kanonen, wie in einem Theaterstück.

Zum anderen hätte ich mir einige Erklärungen zu den Besonderheiten aus der Zeit doch gern schon im Buch über die Erzählung gewünscht. In Historienromanen ist es zudem nicht unüblich, auch mal Fußnoten zu benutzen. Zumindest um ein paar italienische Begriffe zu erläutern. 
Aber auch ein paar Sachverhalte hätten mich genauer interessiert. So geht zum Beispiel die Fensterscheibe einer Kutsche zu Bruch. Wenn es damals schon Fensterscheiben bei Kutschen gab, hätte ich gern mehr darüber gewusst, denn ich halte es für etwas Besonderes.
Auch hätte mich interessiert, wie Weihnachten zur Zeit der königlichen Republik aussah. Wie wurde dieses Fest damals in Italien gefeiert? Einen Weihnachtsbaum gab es wohl nicht. Aber machte man sich Geschenke oder ist das eine Erfindung der Moderne?  Gab es den Heiligen Abend und die beiden Weihnachtsfeiertage? Und kam damals am 6. Januar schon die Befana?
Es mag zwar manchen abschrecken, zu viele Beschreibungen lesen zu müssen, aber ich finde, das gehört zu einem historischen Roman unbedingt dazu. Ich möchte eintauchen in eine unbekannte Welt und mich dabei von den Beschreibungen verwöhnen lassen.
Das gilt vor allem für den Tanz und die Musik, wenn es schon Mirellas große Leidenschaft ist. Wenn ich sie aber weder hören noch sehen kann,  dann will ich sie zumindest durch ihre Beschreibung erleben. Dass ich nach Tammuriata googeln muss, genügt mir nicht.

Bei einem Maskenball zum Mardi Gras, zu dem der Doge die Scandores einlädt, sind die Gäste auch als Türken, Chinesen oder Bären verkleidet. War das üblich im 17. Jahrhundert? Auch dass man überhaupt an Fasching-Dienstag Bälle veranstaltete und dass der Faschings-Dienstag in Neapel Mardi Gras genannt wurde (wahrscheinlich durch die Franzosen)?
Für Venedig ist das ja ganz gut dokumentiert. Dort feierte man ab dem giovedi grasso (Schmutziger Donnerstag) und trug vor allem die klassischen Masken, die bestimmte Typen aus dem Volk repräsentierten, wie den Harlekin mit seinem Flickenanzug, die schlaue Colombina, der einfallsreiche Diener Brighella,  die Pulcinella (mit einem Fragezeichen aus Makkaroni), der eitle Dottore oder der prahlerische Capitano.

Dann gibt es noch eine Szene, bei der ich mir gewünscht hätte, mehr darüber zu erfahren, wie weit diese Kultur im 17 Jahrhundert vorangeschritten war und wie sie zu dieser Zeit gepflegt wurde: Das Kaffeetrinken.
In dieser Szene gehen während des Prozesses gegen Dario die Scandores in einer Gerichtspause mit dem Avvocato essen. Der winkt nach dem Essen in einem Satz nach dem Kellner, ihm noch einen Kaffee zu bringen.
War es 1648 schon üblich, dass es nach dem Essen - so wie heute direkt im Gasthaus - noch einen Kaffee gab? Oder ist man dafür in besondere Kaffeehäuser gegangen? Und sagte man einfach ‚Kaffee‘ oder wie hieß er damals? Gab es schon Espresso und Cappuccino oder trank man ihn noch ganz traditionell wie einen Mokka mit viel Zucker?

Ich hätte auch gern mehr über das Verhältnis zwischen Bürgern und dem Adel erfahren. Mirella erzählt einmal, wie sie ihre Freundin Stefania zur Schule abgeholt hat. Wie frei konnten sich Patriziertöchter damals bewegen? War es normal, dass sie zu einer Schule gingen? War es normal, dass sie im Dogenpalast Billard spielen gingen? Und war es dann normal, dass Mirella sich nicht ohne Kutsche und dessen Fahrer in der Stadt blicken lassen konnte und durfte?

Annemarie Nikolaus ist Historikerin. Das merkt man ihrem Blog an. Ich habe dort noch einiges über die „Königliche Republik“ nachlesen können. Den Rest muss ich dann mal googeln…
Ansonsten war ich sehr überrascht, dass die „Königliche Republik“ von Quindie zum besten Buch des Monats gewählt wurde.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!

Die "Königliche Republik" bei Amazon

Historische Hintergründe in Annes Werkstatt


PS: Diese Rezension wurde in Übereinstimmung mit der Autorin veröffentlicht.

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Montag, 13. Mai 2013

TORSO - Thriller von Wolfram Fleischhauer


Ich zäume ja  gern das Pferd von hinten auf, will sagen, mich interessiert in erster Linie, wie die Idee zu einem Roman entsteht und ob man das aus dem Roman herauslesen kann. Wolfram Fleischhauer gibt in seinem spannenden Thriller Torso im Nachwort einen wichtigen Hinweis darauf: 
Die Idee zu diesem Roman kam mir im Saal der Neun im Museo Civico, Siena, dessen Besuch ich auch den Nicht-Thriller-Lesern unter uns Steuerzahlern sehr ans Herz lege.

Der Roman wurde 2011 veröffentlicht,  somit vermutlich 2 bis 3 Jahre zuvor vorbereitet und geschrieben. Also mitten in der Finanzkrise. Ich stelle mir das so vor:  Fleischhauer steht also in diesem Museum, sieht dieses Wandgemälde, die eine korrupte Regierung einer volksnahen gegenüberstellt, indem sie die korrupte mit chimäre Fratzen zeigt und überlegt sich, was passieren würde, wenn jemand in heutiger Zeit die Nase gestrichen voll hat von den Machenschaften und Mauscheleien zwischen Politik und Finanzwelt, wie sich die 'Großen das Geld der Kleinen untereinander aufteilen, und beschließt, einem Amoklauf gleich, dieser korrupten Regierung und den Verantwortlichen für die Bankenkrise die Chimären aus den Gemälden in Form von zusammengesetzten Leichenteilen aus Mensch und Tier vor die Augen zu setzen. Nachdem die Frage dann noch geklärt ist, wer sowas tut und inwiefern es gerechtfertigt sein kann, zu solchen drastischen Mittel zu greifen - natürlich nicht, aber es ist ein probat-gruseliges Mittel, um drastisch auf solche Verstrickungen in der Finanzwelt aufmerksam zu machen, so, dass einem die Augen schlackern - steht das Grundgerüst für einen Thriller; und er beginnt auch mit dem Fund dieser Inszenierungen. Den Roman selbst verlegt er aber in das Jahr 2003 und spricht damit rückwirkend eine Warnung aus.

Klappeninnentext:
Ein Frauentorso mit Ziegenkopf, gehüllt in mittelalterlich anmutendes Tuch... Der bizarre Fund, der in einem Plattenbau in Berlin-Lichtenberg auf die Mordkommission wartet, bleibt nicht der einzig seiner Art. Noch am selben Morgen macht eine Putzfrau in einem Szene-Club eine nicht weniger grausige Entdeckung. Hauptkommissar Martin Zollanger befürchtet eine Mordserie - oder ist es gar das makabre künstlerische Statement eines Psychopathen? Zollanger, der ehemalige Volkspolizist, tappt im Dunkeln und zweifelt angesichts solcher Monstrositäten einmal mehr am Sinn seines Berufes. 
Unterdessen sucht die junge Streetworkerin Elin Hilger vergeblich das Gespräch mit ihm. Sie ist überzeugt, dass ihr Bruder, der sich in Berlin das Leben genommen haben soll, ermordet wurde. Kurz vor seinem Tod hatte er schreckliche Angst - doch warum sollte der allseits beliebte IT-Spezialist einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein?
Als etwas später deine junge Frau entführt wird, deren Vater in höchsten politischen Kreisen verkehrt, muss Zollanger handeln. Muss die Rätsel verknüpfen  die Botschaft der Torsi entschlüsseln - samt den Horrorszenarien, die sie symbolisieren. Denn in der Hauptstadt aller Gier hat jemand sich aufgemacht, Rache zu nehmen für einen gigantischen Skandal, der niemals öffentlich werden durfte...

Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit dem Stil und Sprachduktus. Von seinen bisherigen Romanen war ich es gewohnt, von seinen dichten Beschreibungen sofort in die Welt des Buches hineingezogen zu werden. Das war diesmal anders. Die Sätze sind kurz, sachlich und ohne jegliches Gefühl. Aber das ändert sich je näher einem die einzelnen Figuren der Geschichte kommen. So ist man bald wieder beim gewohnten Fleischhauer angekommen, der einen zunehmend fesselt. Im Nachhinein interpretiere ich das Stakkato linearer Informationsschnipsel als die notwendige Distanziertheit der Polizeiarbeit. Diese Funde, mit denen sich das Team um Hauptkommissar Martin Zollanger beschäftigen muss, verlangt das geradezu, um nicht den Verstand zu verlieren.

Fleischhauer versteht es brillant, zahlreiche Puzzleteile nach und nach auf den Tisch zu legen, die einem Ahnungen mitgeben und dennoch, enttäuscht von der eigenen Detektivarbeit, wieder im Dunkeln tappen lassen, bis er schließlich eine Bombe platzen lässt, die niemand wahrhaben will. Wenn man seit der Entführung von Inga bis dahin nicht ohnehin schon gefesselt an den Seiten hing, spätestens jetzt muss man die Auflösung erfahren.
Geschickt gibt er in drei Szenen, die augenscheinlich recht überflüssig daherkommen wichtige Hinweise auf den tatsächlichen Täter, so dass man vorab eine Ahnung haben kann, die einem am Ende ausführlich und schlüssig bestätigt wird. 

Bis auf 'Drei Minuten mit der Wirklichkeit' habe ich alle Romane von Fleischhauer gelesen, inklusive der Fantasía-Fanfiction 'Die Verschwörung der Engel'.
Nach den für mich stärksten 'Das Buch in dem die Welt verschwand' und 'Die Schule der Lügen' schwächelte er ein wenig mit 'Der gestohlene Abend'.
Bei Torso dreht er wieder zur altbekannten Form auf. 
Mein Fazit: Premium!

Torso, erschienen bei Droemer-Knaur (2011, 427 Seiten), ist der erste Teil eines Drei-Buch-Projektes. Im September 2013 folgt "Schweigend steht der Wald"

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Donnerstag, 9. Mai 2013

Und weiter geht's: mit Tir na n'Óg - Das Schicksal der Welt

Sooo, nachdem ich meinen Meisterdetektivroman abgeschlossen und für die Verlagsfindung freigegeben habe (hier kann man schon mal Fan werden!) und bevor ich mich auf die Recherche für das nächste Buchprojekt mache, bleibt mir Zeit, mich mal wieder meinen Autorenkollegen zuzuwenden :)
Und da beginne ich natürlich mit dem zweiten Buch von Sean O'Connells Tir na n'Óg - Das Schicksal der Welt (erschienen im Abacus-Verlag).  Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt, wie die Geschichte mit Cornelis und Meister Aki und Raggah weitergeht. Und ich kann jetzt schon sagen, mein Urteil in der Rezension wird milde und wohlwollend ausfallen! ;)



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Montag, 5. November 2012

Pressemitteilung zu SLAM (von Akif Pirincci)



PRESSSETEXT SLAM (Urheberrechtsfrei!)

„Alles kann besser werden
Holen wir uns den Himmel auf Erden“
Xavier Naidoo

SLAM – ein E-Book-Roman, downloadbar Ende November bei Amazon Kindle

ES GIBT KEINE FRAUEN MEHR ...

NIEMAND KANN SICH ERINNERN, DASS ES SIE JE GEGEBEN HAT ...

HAT ES SIE ÜBERHAUPT JEMALS GEGEBEN?

Im 27. Jahrhundert herrschen auf der Erde paradiesische Zustände: Die Weltbevölkerung ist auf zwei Milliarden Einwohner geschrumpft, Krieg und Gewalt kennt man nur aus verstaubten historischen Dokumenten, der Wohlstand ist atemberaubend, die Menschen arbeiten eigentlich nur noch, weil es ihnen sonst langweilig ist, mittels bahnbrechender Durchbrüche in der Medizin kann jeder bei guter Gesundheit bis zu 200 Jahre alt werden.

Und diese Welt ist lückenlos islamisch!

Bereits viele Jahrhunderte zuvor hat der Islam global gesiegt, weil auch Angehöriger anderer Religionen und Ethnien die Liebe zum einzigen Propheten und zu Allah entdeckt und verinnerlicht haben. Allerdings hat im Laufe dieser Zeit auch der Islam eine Wandlung vollzogen. SLAM, wie er jetzt heißt, ist zu reiner Spiritualität transformiert, ähnelt eher dem Wohlfühl-Buddhismus unserer Tage, und wird in gigantischen Moscheen modernster Architektur als Event und Erweckungserlebnis abgefeiert. Vor allem ist er vollkommen friedlich. Mangels wirtschaftlicher Sorgen sind die Menschen ausschließlich mit der Religion beschäftigt, von der sie sich in der Tat zu göttlichen Spähren geleitet wähnen.

Karim, ein mit Selbstzweifeln und einer seltsamen Zwangsneurose kämpfender junger Mann, arbeitet im Zentralarchiv der SLAM-Welt, ein Hort des Wissens und der Erinnerung an schreckliche Tage der Menschheit. Er ist mit Soli verheiratet, einem einfachen, aber lebensbejahenden Burschen mit dem Herzen auf dem rechten Fleck, und fiebert dem Empfang seines ersten Kindes entgegen. Diese werden einmal im Jahr in einer gigantischen Grotte dem jeweiligen Samenspender übergeben. Denn trotz der Himmel-auf-Erden-Verhältnise fehlt „die andere Hälfte des Himmels“ in dieser schönen neuen Welt: Die Frauen! Und nicht allein das, alles Weibliche ist sowohl aus der Historie als auch aus dem Bewußtsein der Männer getilgt. Eva gibt es nicht mehr.

Durch einen rätselhaften Hinweis wird Karim auf eine Fährte gelockt, die nicht nur der Beginn eines fulminanten Abenteuers darstellt. Es ist zugleich der kühne Kopfsprung in ein sowohl religionsphilosophisches als auch soziobiologisches Gewässer. Der Islam wird als eine evolutionäre Fortpflanzugsstrategie seziert, dem nur unter einer Voraussetzung der Erfolg beschieden ist: die radikale Trennung der Geschlechter, die restlose Entfernung des Weiblichen.

Karim aber lässt sich von alldem nicht beirren. Seine Geschichte ist eine tour de force durch Abenteuer mit gefährlichen Bestien, spektakuläre Täuschungsmanöver und ein gnadenloser Kampf gegen ein allwissendes und unbarmherziges Programm namens Eva. Und natürlich ist sein mit vielen aufsehenerregenden Episoden versehenes Ringen auch eine Suche nach einem Wesen, das einen Mann trotz des „Himmels auf Erden“ wirklich zu erfüllen vermag: die Frau! Vielleicht existieren sie ja wirklich noch, die Frauen …


Außerhalb der SLAM-Welt …

Es scheint so …

DAS PROJEKT SLAM

Das Roman-Projekt Slam wurde von Akif Pirinçci (FELIDAE, DIE DAMALSTÜR) auf Facebook ins Leben gerufen. Anhand einer von ihm verfassten detaillierten Storyline waren viele Autoren aufgerufen, jeweils ein Kapitel zum Buch beizusteuern, welches Ende November dieses Jahres bei Amazon Kindle als E-Book herunterladbar ist. Das Ergebnis lässt sich blicken. Nicht nur dass SLAM eine sowohl extrem kurzweilige als auch tiefsinnige Lektüre geworden ist, es handelt sich dabei auch um einen der schnellsten kreativen Produktionen in der Literaturgeschichte: Schreiben, Lektorierung und Veröffentlichung innerhalb eines Monats!
Alle Journalisten und Medienmenschen, die das Projekt gut finden und es in der Öffentlichkeit begleiten wollen, sind herzlich eingeladen, bei Akif Pirinçci weitere Informationen einzuholen. Auf Wunsch wird das Buch auch kapitelweise oder zur Gänze als Pressematerial zur Verfügung gestellt. Auch werden jederzeit Interviewwünschen entsprochen.

Wir, die SLAM-Macher, danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Das Projekt SLAM auf Facebook
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Sonntag, 28. Oktober 2012

eBook Novelle - Flucht von Fanfasl jetzt bei amazon

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Flucht von Fanfasl
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weitere Informationen zu Sunnie und Polli gibt es hier:

Sonntag, 14. Oktober 2012

Besuch aus Mittelerde

Nachdem Gandalf von der Heldensaga der Urzeitnager Keldris und Kandia gehört hatte, musste er unbedingt nach Deutschland reisen, um den Macher kennen zu lernen. Hier in trauter Zweisamkeit.



und hier geht's zur FANBASE


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Freitag, 23. März 2012

Tir na n'Óg von Sean O'Connell


Tausend Jahre nachdem das große Tier geweckt wurde und der Mensch sich darin versucht hat, seine eigene Sterblichkeit zu überwinden und damit die bekannte Welt in eine Katastrophe geführt hat, werden ein Meister der Archivarbruderschaft und sein Schüler losgeschickt, um herauszufinden, was damals tatsächlich geschehen war.

Bei einer Bruderschaft muss man davon ausgehen, dass es sich um Mönche handelt und schon bald erfährt man auch, dass es einen Streit zwischen den Gelehrten gibt, ob das Auslösen der Katastrophe menschlicher oder göttlicher Natur war. Da die Archivare, allen voran Professor Aulus,  Verfechter der göttlichen Version sind, muss es sich bei ihnen also um eine Glaubensbruderschaft handeln. Dass gerade sie die Wahrheit herausfinden wollen und nach Beweisen für ihre Threorie suchen, halte ich für sehr mutig, denn schließlich basiert Glauben ja auf Unwissen. Die Kirchen würden sich das nicht trauen. Zu sehr stünde dadurch ihr gesamtes System auf dem Spiel.
Selbstverständlich sieht sich Meister Aki, eine Mischung aus Indiana Jones Vater und William von Baskerville aus der Name der Rose auf der Seite der Vernunft. Ein Skeptiker in den eigenen Reihen und somit wichtig für den aufgeklärten Leser. Wer will schon von sich behaupten, hinter dem Mond zu leben. Auch wenn man die Mystik einer Bruderschaft toll findet. Vor allem im Vergleich zu nüchternen Wissenschaftler, bei dem keine Wunder geschehen dürfen.
Professor Aulus erklärt den Schülern dann auch nochmal die Bedeutung des Schisma-Konflikts, so als hätten sie noch nichts davon gehört, aber dafür weiß jetzt jeder Bescheid.

Ihr Weg führt den Meister Aki und seinen Schüler Cornelis zunächst zur Station Sonnenallee, wo sich ihnen unfreiwillig das Mädchen Raggah anschließt. Gesteuert von einem Steppogo (cool), eine Art Voodoo-Puppe mit Innenleben, die ihren Wirt zu einem willenlosen Vollstrecker macht, hängt sie sich zunächst an die beiden ran um sie auszuspionieren. Cornelis aber, der noch nicht genau weiß, wie er zu der Kämpferin stehen soll, befreit sie aus den Fängen ihres Auftraggebers, einem Annunaki-Ersten und zu dritt finden sie Zuflucht im Haus eines Freundes des Ordens, Quentin Yaacov, mit dem Meister Aki verabredet war. Dort erfährt man, dass Cornelis schon lange heimlich auf seine Rolle als Auserwählter vorbereitet wurde. Seine Aufgabe ist es, das Tor nach Tir  na n'Óg zu öffnen, hinter der sich eine der Älteren verschanzt, die die Apokalypse vor tausend Jahren mitverantwortet hat. Aki weiss, dass die Ältere, Bernadette, nach der Katastrophe einen genetischen Schild erschaffen hat, dessen Code erst jetzt, nach einer 500-jährigen Testreihe in der Gestalt von Cornelis Fingerprint geknackt wurde. Vor zwei Jahren wurde Aki von einem höheren Ordensbruder beauftragt, dieses Geheimnis zu erforschen und aufzulösen. Seither bangte er darum, dass Cornelis zu seiner Aufgabe auch bereit ist.
Ihr Hauptziel im ersten Buch ist das Labyrnthos Dang Lang, eine aus Ruinen in die Höhe gebaute Megacity, in der sich die Reste der Zivilsation gesammelt haben und wo, wie in den Favelas, kriminelle Kleinstaaten um die Vorherrschaft der verschachtelten und verwinkelten Ebenen kämpfen. Auf dem Weg dorthin und in der Stadt selbst begegnen sie zwei Älteren, die ihnen beistehen und ihre Fragen beantworten. So dringt man zunehmend in die Verflechtungen um das Geheimniss von Tir na n'Óg und die Katastrophe ein. Es scheint, dass über allem ein seit tausend Jahren fortwährender Kampf zwischen den Älteren stattfindet, der kurz vor seinem Höhepunkt steht. Zudem droht der Umwelt aufgrund des Schildes eine Entropie, die es aufzuhalten gilt.
Je mehr Antworten man erhält, um so mehr fragt man sich, wer nun eigentlich was weiß und wer wen mit was beauftragt hat. Zum Glück, sonst könnte man das Buch auch zur Seite legen.

Und man fragt sich und erfährt, was für eine Welt seither entstanden ist. Es ist eine gänzlich neue, die vor den Augen des Lesers entfaltet wird. Sie erstreckt sich über einen Kontinent mit Ländereien und Herrschaftsgebieten im Norden und im Süden, der Insel Tir na n'Óg und einer faszinierenden parallelen Unterwelt, in der aufgrüstet wird wie in Mordor. Man fühlt sich an Schauplätze erinnert wie in Star Wars und Herr der Ringe. Es gibt Eiswüsten, Sumpflandschaften und Wüstenstädte. Es wird mit Schwertern gekämpft ebenso wie mit der Neuerfindung einer Schallwaffe. Man zieht beritten in die Schlacht und reist mit steampunk-dampfenden Raupenbussen im Mad Max-Tempo durch die Landschaft.
Ein wilder Mix. Alles ist vertraut, erscheint nebeneinander fast unmöglich und funktioniert in seinem neuen Gewand doch erzählerisch erstaunlich gut. Nicht nur die Archivare wolllen da wissen, was in den letzten tausend Jahren geschehen ist.
Fasziniert war ich auch von den Kreaturen, die Sean O'Connell geschaffen hat und die er sehr anschaulich, spannend und gruselig beschreibt. Allen voran der Metamorph, der zu einem bedrohlichen Gegner für Aki wird. Super originell auch die Spinnenköpfler oder die Mu. Deren Beschreibungen haben mich allesamt in ihren Bann gezogen. Chapeau! Eindeutig Güteklasse 1 für Kreativität.
Im Eifer dieser fantastischen Bilderflut sind dem Autor jedoch zunächst ein paar Ungereimtheiten unterlaufen, die aber durch einen geschickten dramaturgischen Schachzug nach etwss mehr als der Hälfte wett gemacht werrden, indem der Leser mehr erfahren darf als die Helden des Buchs. Von nun an bangt man mit den unbedarften Protagonisten und das macht es erst richtig spannend.
Die kleinen Ungereimheiten liegen meiner Ansicht nach in der Schwierigkeit, die der Mensch damit hat, sich eine Zeitspanne von tausend Jahren wirklich vorstellen zu können. Auf der einen Seite jongliert er mit Jahreszahlen, die das Entstehen und Vergehen ganzer Universen umfassen können, auf der anderen Seite ist er nicht mal in der Lage, sich seine eigene Lebenspanne vorzustellen. Und nur selten ist er bereit, ein Projekt zu beginnen, das seine eigene Lebensdauer übertrifft.
Um auf der einen Seite die Arten entstehen zu lassen, die es in Tir na n'Óg gibt, bräuchte es weit mehr als tausend Jahre Evolution. Der Ältere Albert Harris öffnet hingegen eine 40 Jahre alte Flasche Whiskey und Michael Altfeld aus Dang Lang betreibt sein Restaurant gerade mal seit 50 Jahren. Hier hat man das Gefühl man befindet sich im Jahr 2030 statt tausend Jahre später. Die gefühlte Vergangenheit umfasst eben nicht viel mehr als das eigene bisherige Leben. Solche Gedankenfehler sind nur allzu menschlich. Aber vielleicht sind es gar keine Fehler und alles löst sich in den Fortsetzungen auf. Das wäre natürlich der Oberknaller.

Die Älteren sind die Überlebenden der Katastrophe und vermutlich die Verursacher, weil sie am Nektar des ewigen Jungbrunnens nippen wollten. Und damit sind wir beim eigentlichen Thema der Geschichte: die Unsterblichkeit.
Ein brillanter Physiker hat die Formel dafür entdeckt, wie sich die körpereigenen Algorithmen, die die Welt zusammenhalten auf ewig selbst reparieren können.
Ein Naturwissenschaftler fragt man sich zu Recht. Das ist doch eher was für die Religionen. Aber nein. Auch der Naturwissenschaftler träumt von der Unsterblichkeit. Jedoch nennt er es nicht Jenseits sondern Transhumanismus.
Aber will man wirklich für alle Zeit beispielsweise mit seinem gescannten Bewusstsein auf einer Membran irgendwo am Rande eines auf die Singularität zusteuerndes Paralleluniversum kleben? Oder liegt es daran, dass der Mensch einfach nicht in der Lage ist sich vorzustellen, nicht mehr zu sein. Aber wie soll er auch? Schließlich ISTer ja in dem Moment, da er sich vorstellt NICHT ZU SEIN. So stellt er sich das Nichtsein im Sein vor und das fühlt sich eben sehr lebendig an. Rein kognitiv muss man demnach unsterblich sein. Aber höchstens fünfzig Jahre.
Stellen wir uns aber auch mal vor, es gäbe an sich keine Vergänglichkeit und keine Verletzbarkeit. Würden dann neben uns auch die ersten Menschen noch leben? Wären sie dann auf dem gleichen Stand wie wir? Und auf welchem Stand der Evolution wären wir dann eigentlich selbst? Ab welchem Alter beginnt die Unsterblichkeit? Mit zwei, zehn, zwanzig oder vierunddreißig? Und altert man danach nicht mehr oder nur noch seehr langsam?
Diese Gedanken sind genauso absurd und spannend wie Zeitreisen. Ich sage ja immer, wenn es in der Zukunft Zeitreisen gäbe, wüssten wir schon längst davon. Der Umkehrschluss ist demnach, dass Zeitreisen niemals möglich sein werden. Und genauso wenig das ewige Leben. Und das ist sehr gut so. Nur unsere kognitive Unfhähigkeit bringt uns dazu, eine Menge Zeit und Geld für solche Ideen zu verschwenden. Oder eben gute Bücher über dieses Thema zu schreiben. Also gut: Hunde! wir wollen ewig leben!


A propos Hunde...

Doch vorab noch eine Sache zum Stil, der mir insgesamt gut gefallen hat und bis auf sehr wenige, etwas flachere Stellen sehr professionell ist. Ein No-Go hat sich da eingeschlichen, das jedem Lektorat hätte auffallen müssen. Um eine zeitliche Abfolge darzustellen, sollte man möglichst auf das Wörtchen "dann" verzichten. Im Text tummeln sich auf jeder Doppelseite gefühlte drei davon. Da sollte es elegantere Lösungen geben.

Und jetzt a propos Hunde...
Eine Sache liegt mir noch am Herzen und das richtet sich generell an die Autorenzunft. 
Auch in Zeiten von Facebook, in der das geschriebene Wort weitaus inflationärer eingesetzt wird als in den Jahren nach Gutenberg, kann es beim Leser noch immer sehr gewichtig sein. Vor allem bei einem guten Autor und einem guten Buch wie in diesem Fall. Umso wichtiger ist es dann, die einzigartige Möglichkeit zu nutzen, im  Bewusstsein des Lesers ein Umdenken anzuregen. Lösungen anzubieten, an die er zuvor nicht gedacht hat. Und nimmt der Lesr den Autor ernst und hat er es erstmal schwarz auf weiß, dann wird das geschreibene Wort ganz von allein wirken. Wie zum Beispiel beim Umgang des Menschen mit den Tieren. In Tir na n'Óg werden Tiere so behandelt, wie man es gewohnt ist, wie Tiere eben. Das alleine klingt ja schon abwertend.
Als Meister Aki mit seinem Schüler und dem Mädchen Raggah das Labyrinthos Dang Lang betreten, werden sie von einer Gruppe Reiter aufgehalten, die diese Ebene des Labyrinthes beherrschen und Schutzgeld abpressen wollen. Als Lösung fällt Aki ein, blitzgeschwind zu einem Gewehr zu greifen und die Reittiere der Schutzgelderpresser eines nach dem anderen abzuknallen. Warum? Was soll das für eine Funktion haben? Warum knallt er nicht die Typen ab, wenn er ein Problem mit ihnen hat. Was können die Tiere dafür, dass auf ihnen solche Arschlöscher sitzen. Wäre es nicht überraschend gut gewesen, wenn er die Ausbeuter umgesäbelt und die Tiere aus ihrer Gefangenschaft befreit hätte? Hier kann man doch ein eindeutiges Zeichen setzen und Wunder bewirken statt ins ewig gestrige Horn zu blasen.
In einer weiteren Szene begegnen unsere Helden herrenlosen Straßenhunden. Und wie in der Ukraine greift Raggah zu einem Stein und prügelt sie nieder. Warum? Gerade jetzt, wo vor der EM 2012 für ein schöneres Straßenbild die ukrainische Bevölkerung von offizieller Seite mit der irrigen Vorstellung heiß gemacht wird, die Straßenhunde seien gefährliche Bestien und sie damit dazu treibt, die hungernden, verängstigten Geschöpfe auf offener Straße niederzuknüppeln und noch halb lebendig in fahrenden Krematorien zu verbrennen, sollte man doch ein deutliches Signal aussenden und besser eine Szene beschreiben, wie wenigstens Cornelis, Raggah und Aki sich in ihrer Szene um die herrenlosen Tiere kümmern, sie zu einem Tierarzt bringen und sie versorgen lassen, wenn es in diesem Moloch schon sonst keiner tut. Das wäre doch mal was gewesen. Die Leser hätten gestaunt und die drei Gefährten wären ungleich sympathischer.

Trotz dieses für mich kleinen, bitteren Beigeschmacks freue ich mich auf die Fortsetzung und auf die Auflösung des Geheimnisses von Tir na n’Óg. 

Tir na n'Óg, Teil 1, Der Auserwählte
Autor: Sean O' Connell
Acabus-Verlag, 2011
232 Seiten, Paperback

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